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Ebola-Ausbruch in DR Kongo und Uganda

Der Ebola-Ausbruch, verursacht durch das Bundibugyo-Virus, betrifft derzeit mehrere Länder, darunter die DR Kongo (Ituri, Kinshasa) und Uganda (Kampala). Bis zum 29. Mai 2026 wurden 125 bestätigte Fälle, 160 wahrscheinliche Fälle und 64 Todesfälle gemeldet. Die offizielle Risikobewertung der WHO für diesen Ausbruch ist "sehr hoch".

Für dich (DE)
Risiko sehr gering

Kein Risiko in Deutschland ohne direkten Kontakt zu Erkrankten aus DR Kongo/Uganda oder Reise in Ituri-Provinz.

WHO-Einordnung global
Risiko sehr hoch
WHO
Stand: 29. Mai 2026 · Quelle: WHO
Veröffentlicht von Dominik Martin · Software-Engineer und Datenaggregator· Methodik zuletzt überprüft: 17. Mai 2026· Methodik-Version 1.0
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125
bestätigt
160
Verdachtsfälle
64
Todesfälle
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Aktuelle Berichterstattung

Stand: 06.06.2026, 19:45
  1. Deutschlandfunk
    Berliner Charité - US-amerikanischer Ebola-Patient aus Krankenhaus entlassen
  2. Spiegel
    (S+) Ebola-Ausbruch in Afrika: Diese Impfstoffe gelten als besonders vielversprechend
  3. DIE ZEIT
    Ebola-Bundibugyo-Virus: Ebola-Patient aus Charité entlassen
  4. Tagesspiegel
    Im Kampf gegen Ebola: Moderna entwickelt mRNA-Impfstoff gegen die Bundibugyo-Variante
  5. RKI - Startseite
    Ebolafieber - Ebola Bundibugyo-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo
  6. Pharmazeutische Zeitung
    Bundibugyo-Ebolavirus: Fünf Fakten zu Ebola

Externe Berichterstattung via Google News, automatisch aktualisiert. Auswahl und Genauigkeit der Artikel verantwortet die jeweilige Redaktion — nicht InfektRisiko. Editorial kuratiert ist nur der Dossier-Text oben.

Was bisher bekannt ist

Am 23. Mai 2026 berichtete die CDC über erweiterte Ebola-Flughafenscreenings in Atlanta [CDC]. Am 27. Mai 2026 erhöhte das ECDC seine Aktivitäten, da der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo und Uganda sich intensivierte, und betonte, dass das Infektionsrisiko für die allgemeine Bevölkerung in Europa sehr gering bleibt [ECDC]. Am 28. Mai 2026 informierte die WHO über die rasche Zunahme der bestätigten und verdächtigen Fälle in der DR Kongo, mit insgesamt 134 bestätigten Fällen, darunter 18 Todesfälle [WHO]. Am 29. Mai 2026 berichtete die WHO, dass 125 bestätigte Fälle und 906 verdächtige Fälle in der DR Kongo gemeldet wurden, wobei die meisten Fälle in der Provinz Ituri konzentriert sind [WHO]. Am 31. Mai 2026 veröffentlichten die Regierung der DR Kongo und die WHO eine gemeinsame Erklärung zum Ausbruch [WHO]. Am 1. Juni 2026 berichtete die BBC über die Entwicklung von drei Ebola-Impfstoffen angesichts der wachsenden Ausbruchsbefürchtungen [BBC]. Am 3. Juni 2026 informierte das ECDC über den Ebola-Ausbruch in der DR Kongo und Uganda und verwies auf die Erklärung der WHO vom 17. Mai 2026, die den Ausbruch als internationales Gesundheitsnotfall einstufte [ECDC]. Am 5. Juni 2026 starteten die Africa CDC und die WHO einen gemeinsamen kontinentalen Ebola-Reaktionsplan [WHO].

Erreger: Bundibugyo-Virus

Erreger ist die Bundibugyo-Variante des Ebolavirus — eine seltene Spezies, die 2007 erstmals im Westen Ugandas identifiziert wurde. Anders als für die Zaire-Variante (gegen die ein Impfstoff und monoklonale Antikörper zugelassen sind) gibt es laut WHO derzeit keine für Bundibugyo-spezifischen, behördlich zugelassenen Therapeutika oder Impfstoffe. Ebolaviren werden in der Regel durch direkten Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten erkrankter Personen, mit kontaminierten Oberflächen oder mit infizierten Tieren übertragen; menschliche Übertragung über die Atemluft ist nicht gut belegt, eine reine Kontakt- und Tröpfchen-Vorsorge wird in Klinik-Settings als wirksam angesehen. Symptome treten typischerweise 2 bis 21 Tage nach Exposition auf, beginnen mit Fieber und allgemeinen Beschwerden und können in einen schweren, oft tödlichen hämorrhagischen Verlauf münden.

Reise- und Expositionsrisiko

Die WHO empfiehlt, dass Kontakte oder Fälle von Bundibugyo-Ebola nicht international reisen sollen — außer als angemessene medizinische Evakuierung. Da die Ausbruchsherde teils urban (Bunia, Kinshasa, Kampala) und semi-urban sind und die Region durch hohe Mobilität geprägt ist, gilt das Risiko einer Weiterverbreitung in benachbarte Länder laut WHO und Africa CDC als hoch. Für Reisende ohne direkten Kontakt zu Erkrankten oder zu Beerdigungs- bzw. Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Gesundheitszonen ist das individuelle Risiko nach derzeitigem Kenntnisstand niedrig. Wer aus den betroffenen Regionen zurückkehrt und innerhalb von 21 Tagen Symptome wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder ungewöhnliche Blutungen entwickelt, sollte sich isolieren und unverzüglich telefonisch beim Gesundheitsamt oder einer Klinik melden — ohne die Praxis ungeschützt aufzusuchen.

Die offizielle Reaktion

Die WHO koordiniert die Reaktion mit den nationalen Gesundheitsbehörden der DR Kongo und Ugandas, mit Africa CDC und mit den Behörden der Nachbarländer; zur Eindämmung werden Kontaktnachverfolgung, Surveillance, Risikokommunikation und Infektionsprävention in den betroffenen Gesundheitszonen ausgebaut. Africa CDC nennt als zusätzliche Risikofaktoren die anhaltende Unsicherheit in der Region, Lücken in der Kontaktlistung, Herausforderungen bei der Infektionsprävention sowie die räumliche Nähe zu Uganda und Südsudan. Da für die Bundibugyo-Variante kein zugelassener Impfstoff und keine spezifischen Therapeutika vorliegen, fokussieren sich die Maßnahmen auf klassische Outbreak-Kontrolle, supportive Klinikversorgung und auf Studien zu plattform-übergreifenden Therapeutika.

Was wir nicht tracken

InfektRisiko verfolgt Atemwegsinfektionen — Grippe, Corona, RSV — in 36 Ländern auf Basis nationaler Surveillance-Systeme. Ebola ist eine hämorrhagische Erkrankung und fällt nicht in unseren App-Datenstrom; die maßgeblichen Quellen dafür sind die WHO und Africa CDC. Diese Seite bündelt die offiziellen Meldungen und ihre Einordnung; sie ist keine medizinische Beratung. Bei Verdachts-Exposition oder Symptomen wende dich telefonisch an das zuständige Gesundheitsamt oder eine Klinik.

App

Atemwegsinfektionen live verfolgen

Diese Seite ist eine Wiedergabe offizieller Ausbruchsmeldungen. Wenn du wissen willst, wie hoch die Aktivität von Grippe, Corona oder RSV gerade in deinem Land ist — die InfektRisiko-App liefert genau das, in 36 Ländern, basierend auf RKI/ECDC/CDC/UKHSA.

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Quellen

Inhalt geprüft am 17. Mai 2026 von Dominik Martin. Bei neuen Lageeinschätzungen wird die Seite aktualisiert; das Review-Datum oben gibt den letzten Stand an. Korrekturen oder Ergänzungen: per Mail an dominik@infektrisiko.de.
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