InfektRisiko
Aktuell · KW 21 / 2026

Corona-Lage aktuell: Echtzeit-Daten & Nowcasting

Steigen die Corona-Zahlen in Deutschland aktuell oder fallen sie? RKI COVID-ARE-Konsultationsinzidenz plus AMELAG-Abwassersignal als unbestechlicher Echtzeit-Indikator.

Datenstand: KW 21· 18. Mai – 24. Mai
Quelle: RKI (wöchentlich)
Update überfällig — Quelle veröffentlicht verzögert
Grippe
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 21
COVID-19
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 21
RSV
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 21

Trend gerade jetzt

Abwasser-Frühindikator (AMELAG, RKI). Aktualisiert zwischen den Wochenberichten und zeigt Bewegung früher als die Konsultations­zahlen.

  • Grippestabil
  • COVID-19stabil
  • RSVfallend
Quelle: AMELAG · RKI
Veröffentlicht von Dominik Martin · Software-Engineer und Datenaggregator· Methodik zuletzt überprüft: 07. Mai 2026· Methodik-Version 1.2
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Aktuelle Lage zu COVID-19

In Kalenderwoche 21 des Jahres 2026 ist die Aktivität von COVID-19 in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. Im Vierwochen-Vergleich ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Die Einordnung basiert auf die RKI COVID-ARE-Konsultationsinzidenz und das AMELAG-Abwassermonitoring. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise in den Wintermonaten, mit möglichen Sommerwellen; im Frühsommer zwischen den Wellen ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

12-Wochen-Verlauf
COVID-19 · Relative Entwicklung · RKI COVID-ARE
KW 10KW 13KW 16KW 18KW 21

Datenquellen und Methodik

Die Einordnung der aktuellen Infektionslage kombiniert drei unabhängige Überwachungssysteme des Robert Koch-Instituts. So entsteht ein robustes Bild der Krankheitslast, das sowohl milde Verläufe in der Bevölkerung als auch die Belastung in Arztpraxen abbildet.

RKI GrippeWeb

GrippeWeb ist ein syndromisches Meldesystem auf Basis freiwilliger Angaben aus der Bevölkerung. Teilnehmende melden wöchentlich anonym, ob eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung vorliegt. Das System erfasst so auch mildere Verläufe, die keinen Arztkontakt auslösen.

ARE-Konsultationsinzidenz (COVID-ARE)

Die Konsultationsinzidenz erfasst, wie viele Patientinnen und Patienten wegen einer akuten Atemwegsinfektion ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Grundlage sind Sentinel-Arztpraxen, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Dieser Indikator spiegelt die Belastung des Gesundheitssystems wider.

AMELAG-Abwassersurveillance

Die Abwassersurveillance (Abwassermonitoring für eine epidemiologische Lagebewertung) misst die Viruslast in Kläranlagen. Da Erreger oft ausgeschieden werden, bevor sich Betroffene testen lassen oder eine Praxis aufsuchen, dient AMELAG als Frühindikator – unabhängig vom individuellen Testverhalten.

Qualitative Einordnung

Die Kategorien „Niedrig“, „Moderat“ und „Hoch“ orientieren sich an saisonalen Vergleichswerten und epidemiologischen Schwellenwerten des RKI. Die historische Variabilität respiratorischer Wellen wird dabei berücksichtigt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, sobald das RKI seinen aktuellen Wochenbericht veröffentlicht – in der Regel donnerstags.

Häufige Fragen

Ist COVID-19 noch gefährlich?

COVID-19 bleibt ein relevanter Faktor für das Gesundheitssystem. Durch Impfungen und vorangegangene Infektionen hat ein Großteil der Bevölkerung eine Basisimmunität aufgebaut, für vulnerable Gruppen besteht aber weiterhin ein Risiko für schwere Verläufe. Das Virus ist endemisch und löst periodisch Wellen aus. Die Gefährlichkeit wird heute über kontinuierliche Überwachung und gezielten Schutz gefährdeter Personen gemanagt, nicht mehr über allgemeine Pandemiemaßnahmen.

Wie wird die COVID-19-Lage in Deutschland überwacht?

Die Überwachung ist in das ARE-Monitoring des RKI eingebettet. Daten aus Arztpraxen (Konsultationsinzidenz) werden mit virologischen Stichproben kombiniert. Die Erfassung von Hospitalisierungen wegen schwerer Atemwegserkrankungen bildet einen weiteren Pfeiler. Dieses Zusammenspiel erlaubt eine qualitative Einschätzung, ob die aktuelle Lage niedrig, moderat oder hoch ist – ohne dass eine flächendeckende Testpflicht erforderlich ist.

Was zeigt die Abwassersurveillance für COVID-19?

AMELAG misst die Konzentration von SARS-CoV-2-RNA in Kläranlagen. Da Infizierte das Virus ausscheiden, oft bevor sie Symptome entwickeln oder einen Test machen, funktioniert dieses Signal als Frühwarnsystem. Steigende Viruslasten im Abwasser korrelieren zeitversetzt mit einem Anstieg der klinischen Fallzahlen. Vorteil: Die Daten sind unabhängig vom individuellen Testverhalten und liefern ein unverzerrtes Bild der Infektionsdynamik.

Wann tritt eine Corona-Welle in Deutschland auf?

COVID-19 zeigt bisher ein weniger strikt saisonales Muster als die klassische Influenza, auch wenn die Aktivität im Herbst und Winter meist deutlich zunimmt. Auch im Sommer können Wellen auftreten, oft getrieben durch neue Virusvarianten, die bestehende Immunitäten teilweise umgehen. Kältere Temperaturen und vermehrter Aufenthalt in Innenräumen begünstigen die Übertragung.

Wie hoch ist das Risiko einer Reinfektion?

Reinfektionen sind aufgrund der Evolution des Virus und des natürlichen Nachlassens der Schleimhautimmunität möglich. Das Risiko hängt von der aktuell zirkulierenden Variante und dem Abstand zur letzten Immunisierung ab. In der Regel verlaufen Reinfektionen bei immungesunden Personen milder als die Erstinfektion. Dennoch trägt jede Welle zur Krankheitslast bei, weshalb die Beobachtung der Dynamik wichtig bleibt.

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Stand: 02.06.2026, 20:03

Über diese Seite

Herausgegeben von Renderei Martin GmbH, Berlin. Kein kommerzielles Interesse an einzelnen Gesundheitsempfehlungen — die App wird optional durch Freemium-Abos finanziert.

Inhalte basieren ausschließlich auf den verlinkten offiziellen Surveillance-Veröffentlichungen. Medizinische Aussagen werden gegen RKI-, ECDC- bzw. WHO-Guidelines kuratiert.

Daten zuletzt aktualisiert: 02.06.2026, 20:03. Update-Rhythmus: wöchentlich.

Diese Seite ist keine medizinische Beratung und ersetzt keine ärztliche Konsultation. Bei konkreten Beschwerden bitte medizinische Fachkräfte kontaktieren.

Rückfragen zur Methodik: press@infectrisk.com