Geht Corona gerade rum?
COVID-19: Niedrig
Nein. In Deutschland ist die COVID-19-Aktivität aktuell niedrig und sie steigt (Stand 11.10.2026).
Datenstand: KW 41 · 5. Okt. – 11. Okt. · Quelle: RKI (wöchentlich) · Nächstes Update Do, 22. Okt.
Aktuelle Aktivität
Quelle: RKI GrippeWeb, AMELAG, RKI COVID-ARE. Erscheint wöchentlich, etwa eine Woche zeitversetzt.
Häufige Fragen
Ist COVID-19 noch gefährlich?
COVID-19 bleibt ein relevanter Faktor für das Gesundheitssystem. Durch Impfungen und vorangegangene Infektionen hat ein Großteil der Bevölkerung eine Basisimmunität aufgebaut, für vulnerable Gruppen besteht aber weiterhin ein Risiko für schwere Verläufe. Das Virus ist endemisch und löst periodisch Wellen aus. Die Gefährlichkeit wird heute über kontinuierliche Überwachung und gezielten Schutz gefährdeter Personen gemanagt, nicht mehr über allgemeine Pandemiemaßnahmen.
Wie wird die COVID-19-Lage in Deutschland überwacht?
Die Überwachung ist in das ARE-Monitoring des RKI eingebettet. Daten aus Arztpraxen (Konsultationsinzidenz) werden mit virologischen Stichproben kombiniert. Die Erfassung von Hospitalisierungen wegen schwerer Atemwegserkrankungen bildet einen weiteren Pfeiler. Dieses Zusammenspiel erlaubt eine qualitative Einschätzung, ob die aktuelle Lage niedrig, moderat oder hoch ist – ohne dass eine flächendeckende Testpflicht erforderlich ist.
Was zeigt die Abwassersurveillance für COVID-19?
AMELAG misst die Konzentration von SARS-CoV-2-RNA in Kläranlagen. Da Infizierte das Virus ausscheiden, oft bevor sie Symptome entwickeln oder einen Test machen, funktioniert dieses Signal als Frühwarnsystem. Steigende Viruslasten im Abwasser korrelieren zeitversetzt mit einem Anstieg der klinischen Fallzahlen. Vorteil: Die Daten sind unabhängig vom individuellen Testverhalten und liefern ein unverzerrtes Bild der Infektionsdynamik.
Wann tritt eine Corona-Welle in Deutschland auf?
COVID-19 zeigt bisher ein weniger strikt saisonales Muster als die klassische Influenza, auch wenn die Aktivität im Herbst und Winter meist deutlich zunimmt. Auch im Sommer können Wellen auftreten, oft getrieben durch neue Virusvarianten, die bestehende Immunitäten teilweise umgehen. Kältere Temperaturen und vermehrter Aufenthalt in Innenräumen begünstigen die Übertragung.
Wie hoch ist das Risiko einer Reinfektion?
Reinfektionen sind aufgrund der Evolution des Virus und des natürlichen Nachlassens der Schleimhautimmunität möglich. Das Risiko hängt von der aktuell zirkulierenden Variante und dem Abstand zur letzten Immunisierung ab. In der Regel verlaufen Reinfektionen bei immungesunden Personen milder als die Erstinfektion. Dennoch trägt jede Welle zur Krankheitslast bei, weshalb die Beobachtung der Dynamik wichtig bleibt.

