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Aktuell · KW 15 / 2026

Grippewelle in Deutschland

Aktuelle Inzidenzen für Grippe, COVID-19 und RSV — direkt aus den wöchentlichen Datenveröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts.

Grippe
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
COVID-19
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
RSV
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15

Aktuelle Lage zu Grippe

In Kalenderwoche 15 des Jahres 2026 ist die Aktivität von Influenza (Grippe) in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. Im Vierwochen-Vergleich ist ein deutlicher Rückgang zu beobachten.

Die Einordnung basiert auf RKI GrippeWeb und die ARE-Konsultationsinzidenz des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Januar und März; im Sommerhalbjahr ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

12-Wochen-Verlauf
Grippe · Relative Entwicklung · RKI GrippeWeb
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Datenquellen und Methodik

Die Einordnung der aktuellen Infektionslage kombiniert drei unabhängige Überwachungssysteme des Robert Koch-Instituts. So entsteht ein robustes Bild der Krankheitslast, das sowohl milde Verläufe in der Bevölkerung als auch die Belastung in Arztpraxen abbildet.

RKI GrippeWeb

GrippeWeb ist ein syndromisches Meldesystem auf Basis freiwilliger Angaben aus der Bevölkerung. Teilnehmende melden wöchentlich anonym, ob eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung vorliegt. Das System erfasst so auch mildere Verläufe, die keinen Arztkontakt auslösen.

ARE-Konsultationsinzidenz (COVID-ARE)

Die Konsultationsinzidenz erfasst, wie viele Patientinnen und Patienten wegen einer akuten Atemwegsinfektion ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Grundlage sind Sentinel-Arztpraxen, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Dieser Indikator spiegelt die Belastung des Gesundheitssystems wider.

AMELAG-Abwassersurveillance

Die Abwassersurveillance (Abwassermonitoring für eine epidemiologische Lagebewertung) misst die Viruslast in Kläranlagen. Da Erreger oft ausgeschieden werden, bevor sich Betroffene testen lassen oder eine Praxis aufsuchen, dient AMELAG als Frühindikator – unabhängig vom individuellen Testverhalten.

Qualitative Einordnung

Die Kategorien „Niedrig", „Moderat" und „Hoch" orientieren sich an saisonalen Vergleichswerten und epidemiologischen Schwellenwerten des RKI. Die historische Variabilität respiratorischer Wellen wird dabei berücksichtigt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, sobald das RKI seinen aktuellen Wochenbericht veröffentlicht – in der Regel donnerstags.

Häufige Fragen

Wann ist die Grippewelle in Deutschland?

Die Grippewelle tritt in Deutschland typischerweise in den Wintermonaten auf. Der deutliche Anstieg beginnt meist im Januar und erreicht seinen Höhepunkt im Februar oder März. Dauer und Intensität variieren von Jahr zu Jahr erheblich. Da Influenza-Viren bei kalten Temperaturen und trockener Luft stabiler sind und Menschen sich vermehrt in Innenräumen aufhalten, findet der Erreger im Winter ideale Ausbreitungsbedingungen.

Woran erkenne ich eine Grippe?

Eine echte Influenza unterscheidet sich von einer Erkältung meist durch den plötzlichen Krankheitsbeginn. Typische Symptome sind hohes Fieber, trockener Reizhusten und ausgeprägte Gliederschmerzen. Während ein grippaler Infekt oft schleichend mit Schnupfen beginnt, fühlen sich Betroffene bei einer Influenza häufig innerhalb weniger Stunden schwer krank. Bei schwerem Verlauf oder Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ist eine ärztliche Abklärung ratsam.

Wie wird die Grippewelle in Deutschland gemessen?

Die Überwachung erfolgt zweigleisig durch das Robert Koch-Institut. Sentinel-Arztpraxen erfassen die Anzahl der Patientinnen und Patienten mit Atemwegssymptomen und senden Proben zur virologischen Analyse. Ergänzend liefert das Online-Portal GrippeWeb Daten direkt aus der Bevölkerung. Diese Kombination erlaubt es, sowohl die Belastung in Arztpraxen als auch das Krankheitsgeschehen jenseits medizinischer Kontakte einzuordnen.

Wie schütze ich mich vor Grippe?

Der Schutz basiert auf mehreren Säulen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere für Risikogruppen wie Seniorinnen und Senioren, chronisch Kranke und Schwangere sowie für medizinisches Personal. Daneben reduzieren regelmäßiges Händewaschen, Abstand zu erkrankten Personen und regelmäßiges Lüften von Innenräumen die Übertragungswahrscheinlichkeit.

Wie unterscheidet sich die aktuelle Grippewelle von Vorjahren?

Jede Grippesaison verläuft anders. Unterschiede ergeben sich vor allem aus den zirkulierenden Virussubtypen (etwa Influenza A oder B) und dem Immunitätsgrad der Bevölkerung. In manchen Jahren beginnt die Welle früher und steil, in anderen verläuft sie moderat und langgezogen. Die Überwachungssysteme zeigen frühzeitig an, ob die Aktivität im Vergleich zu Vorjahreszeiträumen über- oder unterdurchschnittlich ausfällt.

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Stand: 17.04.2026, 06:17