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Aktuell · KW 15 / 2026

RSV-Aktivität in Deutschland

Aktuelle Lage für RSV (Respiratorisches Synzytial-Virus) — gestützt auf die AMELAG-Abwassersurveillance des Robert-Koch-Instituts. Kombiniert mit dem Verlauf von Grippe und COVID-19.

Grippe
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
COVID-19
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15
RSV
NiedrigInfektionsgeschehen · KW 15

Aktuelle Lage zu RSV

In Kalenderwoche 15 des Jahres 2026 ist die Aktivität von das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend geht zurück. In den letzten Wochen zeigt sich eine leicht abnehmende Tendenz.

Die Einordnung basiert auf die AMELAG-Abwassersurveillance des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Dezember und Februar; im Frühjahr und Sommer ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer. Wie stark eine konkrete Saison ausfällt, hängt unter anderem von der zirkulierenden Virusvariante und dem Immunstatus der Bevölkerung ab.

12-Wochen-Verlauf
RSV · Relative Entwicklung · AMELAG-Abwassersignal
KW 04KW 07KW 10KW 12KW 15

Datenquellen und Methodik

Die Einordnung der aktuellen Infektionslage kombiniert drei unabhängige Überwachungssysteme des Robert Koch-Instituts. So entsteht ein robustes Bild der Krankheitslast, das sowohl milde Verläufe in der Bevölkerung als auch die Belastung in Arztpraxen abbildet.

RKI GrippeWeb

GrippeWeb ist ein syndromisches Meldesystem auf Basis freiwilliger Angaben aus der Bevölkerung. Teilnehmende melden wöchentlich anonym, ob eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung vorliegt. Das System erfasst so auch mildere Verläufe, die keinen Arztkontakt auslösen.

ARE-Konsultationsinzidenz (COVID-ARE)

Die Konsultationsinzidenz erfasst, wie viele Patientinnen und Patienten wegen einer akuten Atemwegsinfektion ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Grundlage sind Sentinel-Arztpraxen, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Dieser Indikator spiegelt die Belastung des Gesundheitssystems wider.

AMELAG-Abwassersurveillance

Die Abwassersurveillance (Abwassermonitoring für eine epidemiologische Lagebewertung) misst die Viruslast in Kläranlagen. Da Erreger oft ausgeschieden werden, bevor sich Betroffene testen lassen oder eine Praxis aufsuchen, dient AMELAG als Frühindikator – unabhängig vom individuellen Testverhalten.

Qualitative Einordnung

Die Kategorien „Niedrig", „Moderat" und „Hoch" orientieren sich an saisonalen Vergleichswerten und epidemiologischen Schwellenwerten des RKI. Die historische Variabilität respiratorischer Wellen wird dabei berücksichtigt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, sobald das RKI seinen aktuellen Wochenbericht veröffentlicht – in der Regel donnerstags.

Häufige Fragen

Was ist RSV?

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegsinfektionen. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist als unkomplizierter Atemwegsinfekt. RSV kann aber auch die unteren Atemwege befallen und eine Bronchiolitis oder Lungenentzündung auslösen. Das Virus ist hochgradig ansteckend und wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.

Wer ist besonders durch RSV gefährdet?

Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, deren Atemwege noch sehr eng sind. Auch Frühgeborene und Kinder mit Herz-Lungen-Vorerkrankungen zählen zur Risikogruppe. Bei Erwachsenen sind vor allem Menschen über 60 Jahre sowie Personen mit Immunschwäche oder chronischen Lungenerkrankungen bedroht. In diesen Gruppen kann RSV zu Komplikationen führen, die eine stationäre Behandlung erfordern. Für Risikogruppen gibt es mittlerweile präventive Maßnahmen wie Antikörpergaben oder Impfungen.

Wann ist die RSV-Saison in Deutschland?

Die RSV-Saison läuft in Deutschland meist parallel zur Grippewelle. Die Infektionszahlen steigen typischerweise im Spätherbst an und erreichen zwischen Dezember und Februar ihren Zenit. Die Saison endet meist im Frühjahr. Die Intensität variiert stark – nach Phasen mit geringer Exposition fallen RSV-Wellen oft besonders heftig aus, da die Immunität in den jüngsten Altersgruppen dann geringer ausgeprägt ist.

Wie wird RSV in Deutschland überwacht?

Die RSV-Aktivität wird im Rahmen des virologischen Sentinels durch das RKI überwacht. Proben aus Stichprobenpraxen werden im Nationalen Referenzzentrum für Influenza auf verschiedene Erreger untersucht, darunter RSV. Ergänzend wird das AMELAG-Abwassersignal beobachtet. Diese Daten fließen in die wöchentlichen Lageberichte ein und erlauben eine frühzeitige Warnung, wenn sich eine Belastung der pädiatrischen Versorgung abzeichnet.

Wie unterscheidet sich RSV von Grippe?

Die Symptome können sich überschneiden, doch es gibt typische Unterschiede: Während die Grippe oft mit plötzlichem hohem Fieber einhergeht, stehen bei RSV häufig Atembeschwerden oder ein pfeifendes Atemgeräusch im Vordergrund, gerade bei kleinen Kindern. RSV betrifft die jüngsten Altersgruppen überproportional stark, während Influenza die gesamte Bevölkerung erreicht. Eine sichere Unterscheidung ist oft nur durch einen Labortest möglich.

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Stand: 17.04.2026, 06:17