RSV-Aktivität in Deutschland: Aktuelle Zahlen & Trends
Geht RSV gerade rum? Aktuelle RSV-Aktivität für Säuglinge und Senioren mit 12-Wochen-Trend-Analyse, gestützt auf die AMELAG-Abwassersurveillance des RKI.
Grippe: Niedrig
Niedrig
Nein. In Deutschland ist die Grippe-Aktivität aktuell niedrig und bleibt stabil (Stand 23.08.2026).
Datenstand: KW 34 · 17. Aug. – 23. Aug. · Quelle: RKI (wöchentlich) · Update überfällig: Quelle veröffentlicht verzögert
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Letzte 8 Wochen ansehen
In KW 34 des Jahres 2026 wird die Aktivität von Grippe in Deutschland als niedrig eingestuft.
Gegenüber KW 33 bleibt der gemeldete Wert praktisch unverändert (weniger als 5 % Unterschied).
In den letzten 8 berichteten Wochen lag der höchste Wert in KW 30; in 8 dieser Wochen war die Einstufung niedrig.
Die letzten 8 berichteten Wochen
| Woche | Relativ | Einstufung | Ggü. Vorwoche |
|---|---|---|---|
| KW 34 | 56 | Niedrig | gleichbleibend |
| KW 33 | 53 | Niedrig | −26 % |
| KW 32 | 72 | Niedrig | −16 % |
| KW 31 | 86 | Niedrig | −14 % |
| KW 30 | 100 | Niedrig | +18 % |
| KW 29 | 85 | Niedrig | −13 % |
| KW 28 | 98 | Niedrig | +18 % |
| KW 27 | 83 | Niedrig | – |
Relativ heißt: der höchste dieser Wochenwerte ist 100. Die genauen Inzidenzen stehen in der App.
Aktuelle Aktivität
- GrippeNiedrigfallendstabilKW 34Trend: fallend · Abwasser: stabil · KW 34
- COVID-19NiedrigsteigendsteigendKW 34Trend: steigend · Abwasser: steigend · KW 34
- RSVNiedrigstabilstabilKW 27Trend: stabil · Abwasser: stabil · KW 27
Abwasser-Frühindikator (AMELAG, RKI). Aktualisiert zwischen den Wochenberichten und zeigt Bewegung früher als die Konsultationszahlen.
Einordnung
In Kalenderwoche 27 des Jahres 2026 ist die Aktivität von das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) in Deutschland niedrig. Der aus klinischer Überwachung und Abwasser-Signal kombinierte Trend bleibt stabil. Das Niveau hat sich in den letzten Wochen kaum verändert.
Daten, Einordnung und Methodik
Die Einordnung der aktuellen Infektionslage kombiniert drei unabhängige Überwachungssysteme des Robert Koch-Instituts. So entsteht ein robustes Bild der Krankheitslast, das sowohl milde Verläufe in der Bevölkerung als auch die Belastung in Arztpraxen abbildet.
RKI GrippeWeb
GrippeWeb ist ein syndromisches Meldesystem auf Basis freiwilliger Angaben aus der Bevölkerung. Teilnehmende melden wöchentlich anonym, ob eine neu aufgetretene Atemwegserkrankung vorliegt. Das System erfasst so auch mildere Verläufe, die keinen Arztkontakt auslösen.
ARE-Konsultationsinzidenz (COVID-ARE)
Die Konsultationsinzidenz erfasst, wie viele Patientinnen und Patienten wegen einer akuten Atemwegsinfektion ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Grundlage sind Sentinel-Arztpraxen, koordiniert von der Arbeitsgemeinschaft Influenza. Dieser Indikator spiegelt die Belastung des Gesundheitssystems wider.
AMELAG-Abwassersurveillance
Die Abwassersurveillance (Abwassermonitoring für eine epidemiologische Lagebewertung) misst die Viruslast in Kläranlagen. Da Erreger oft ausgeschieden werden, bevor sich Betroffene testen lassen oder eine Praxis aufsuchen, dient AMELAG als Frühindikator – unabhängig vom individuellen Testverhalten.
Qualitative Einordnung
Die Kategorien „Niedrig“, „Moderat“ und „Hoch“ orientieren sich an saisonalen Vergleichswerten und epidemiologischen Schwellenwerten des RKI. Die historische Variabilität respiratorischer Wellen wird dabei berücksichtigt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, sobald das RKI seinen aktuellen Wochenbericht veröffentlicht – in der Regel donnerstags.
Quelle und Saisonverlauf je Erreger
- Grippe
- Die Einordnung basiert auf RKI GrippeWeb und der ARE-Konsultationsinzidenz des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Januar und März; im Sommerhalbjahr ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer.
- COVID-19
- Die Einordnung basiert auf der RKI COVID-ARE-Konsultationsinzidenz und dem AMELAG-Abwassermonitoring. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise in den Wintermonaten, mit möglichen Sommerwellen; im Frühsommer zwischen den Wellen ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer.
- RSV
- Die Einordnung basiert auf der AMELAG-Abwassersurveillance des RKI. Saisonal erreichen Infektionswellen ihren Höhepunkt in Deutschland typischerweise zwischen Dezember und Februar; im Frühjahr und Sommer ist die Aktivität üblicherweise deutlich geringer.
Häufige Fragen
Was ist RSV?
Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist ein weltweit verbreiteter Erreger von Atemwegsinfektionen. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion meist als unkomplizierter Atemwegsinfekt. RSV kann aber auch die unteren Atemwege befallen und eine Bronchiolitis oder Lungenentzündung auslösen. Das Virus ist hochgradig ansteckend und wird durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.
Wer ist besonders durch RSV gefährdet?
Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, deren Atemwege noch sehr eng sind. Auch Frühgeborene und Kinder mit Herz-Lungen-Vorerkrankungen zählen zur Risikogruppe. Bei Erwachsenen sind vor allem Menschen über 60 Jahre sowie Personen mit Immunschwäche oder chronischen Lungenerkrankungen bedroht. In diesen Gruppen kann RSV zu Komplikationen führen, die eine stationäre Behandlung erfordern. Für Risikogruppen gibt es mittlerweile präventive Maßnahmen wie Antikörpergaben oder Impfungen.
Wann ist die RSV-Saison in Deutschland?
Die RSV-Saison läuft in Deutschland meist parallel zur Grippewelle. Die Infektionszahlen steigen typischerweise im Spätherbst an und erreichen zwischen Dezember und Februar ihren Zenit. Die Saison endet meist im Frühjahr. Die Intensität variiert stark – nach Phasen mit geringer Exposition fallen RSV-Wellen oft besonders heftig aus, da die Immunität in den jüngsten Altersgruppen dann geringer ausgeprägt ist.
Wie wird RSV in Deutschland überwacht?
Die RSV-Aktivität wird im Rahmen des virologischen Sentinels durch das RKI überwacht. Proben aus Stichprobenpraxen werden im Nationalen Referenzzentrum für Influenza auf verschiedene Erreger untersucht, darunter RSV. Ergänzend wird das AMELAG-Abwassersignal beobachtet. Diese Daten fließen in die wöchentlichen Lageberichte ein und erlauben eine frühzeitige Warnung, wenn sich eine Belastung der pädiatrischen Versorgung abzeichnet.
Wie unterscheidet sich RSV von Grippe?
Die Symptome können sich überschneiden, doch es gibt typische Unterschiede: Während die Grippe oft mit plötzlichem hohem Fieber einhergeht, stehen bei RSV häufig Atembeschwerden oder ein pfeifendes Atemgeräusch im Vordergrund, gerade bei kleinen Kindern. RSV betrifft die jüngsten Altersgruppen überproportional stark, während Influenza die gesamte Bevölkerung erreicht. Eine sichere Unterscheidung ist oft nur durch einen Labortest möglich.
Weitere Lageberichte
Daten zuletzt aktualisiert: 31.08.2026, 18:56. Update-Rhythmus: wöchentlich.
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